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MASTERARBEIT

Eine sozio-technische Perspektive auf Zusammenarbeit mit Systemen Künstlicher Intelligenz

Künstliche Intelligenz (KI) umfasst die Nutzung digitaler Technologien zur Simulation kognitiver Fähigkeiten, die bisher dem Menschen zugeschrieben wurden (Daugherty and Wilson 2018). Künstliche Intelligenz beinhaltet dabei u.a. maschinelles Lernen (d.h. Computer mit der Fähigkeit ausrüsten, Probleme aus Daten zu lösen ohne explizit die Lösung zu programmieren), computer-basiertes Sehen (d.h. Computer dazu befähigen, visuelle Inhalte zu verarbeiten) oder Computerlinguistik (d.h. Computer zur Verarbeitung natürlicher Sprache zu befähigen). Der BITKOM sieht KI als Kombination von modularen Grundelementen, die nach generellen Kriterien kombiniert werden können.[1] Somit hat die general-purpose Technologie (Basistechnologie) KI das Potenzial unsere Wirtschaft und Gesellschaft grundlegend zu verändern (Brynjolfsson and Mcafee 2017).

Für die Wirtschaftsinformatik bringt KI viele neuen Fragen zur Gestaltung sozio-technischer Systeme auf (Sarker et al. 2019). Insbesondere die unterschiedlichen Formen der Gestaltung der Zusammenarbeit und deren mögliche Konsequenzen sind Untersuchungsgegenstand (Daugherty and Wilson 2018). Mögliche Konfigurationen reichen vom Ersetzen von Aufgaben und Rollen (Strich et al. 2021) bis hin zur Augmentierung, der Ergänzung menschlicher Tätigkeiten durch künstliche Systeme (Grønsund and Aanestad 2020). Neue Konzepte zur Charakterisierung dieser Zusammenarbeit wurden entwickelt (Baird and Maruping 2021; Fügener et al. 2021; Glaser et al. 2021).

Diese Arbeit zielt darauf auf, zentrale Konzepte zu validieren und weiterzuentwickeln.

Beispielhafte Fragestellungen

  • Wie kann die Zusammenarbeit zwischen menschlichen und KI-Akteuren gestaltet und wie können Anreize für eine erfolgreiche Zusammenarbeit geschaffen werden?
  • Wie wird die Zusammenarbeit mit KI-basierten Systemen wahrgenommen?
  • Wie müssen Konzepte und Theorien der Organisationstheorie durch KI-basierte sozio-technische Systeme verändert oder erweitert werden?

Für die Arbeit können bspw. folgende Forschungsmethoden genutzt werden:

  • Literaturrecherche
  • Primärdatenerhebung (bspw. Interviews, Umfragen, Delphi-Erhebung)
  • Analyse von Sekundärdaten

Anforderungen

Diese Themenstellung richtet sich an Studierende der Wirtschaftswissenschaften, des Wirtschaftsingenieurwesens oder der angewandten Informatik, die folgende Anforderungen mitbringen:

  • Interesse an aktueller Forschung zu KI und sozio-technischen Systemen
  • Hoher Grad an Selbstständigkeit und Eigenverantwortung
  • Erfahrungen mit wissenschaftlichen Forschungsmethoden und analytische Fähigkeiten

Bewerbung

Wenn Sie sich für diese Themenstellung interessieren, schicken Sie bitte Ihre Bewerbungsunterlagen an abschlussarbeit.dt.wiwitu-dortmundde

Literatur

Baird, A., and Maruping, L. M. 2021. "The Next Generation of Research on Is Use: A Theoretical Framework of Delegation to and from Agentic Is Artifacts," MIS Quarterly (45:1).

Brynjolfsson, E., and Mcafee, A. 2017. "Artificial Intelligence, for Real," Harvard Business Review).

Daugherty, P. R., and Wilson, H. J. 2018. Human + Machine: Reimagining Work in the Age of Ai. Harvard Business Press.

Fügener, A., Grahl, J., Gupta, A., and Ketter, W. 2021. "Will Humans-in-the-Loop Become Borgs? Merits and Pitfalls of Working with Ai," Management Information Systems Quarterly (45).

Glaser, V. L., Pollock, N., and D’Adderio, L. 2021. "The Biography of an Algorithm: Performing Algorithmic Technologies in Organizations," Organization Theory (2:2), p. 26317877211004609.

Grønsund, T., and Aanestad, M. 2020. "Augmenting the Algorithm: Emerging Human-in-the-Loop Work Configurations," The Journal of Strategic Information Systems (29:2).

Sarker, S., Chatterjee, S., Xiao, X., and Elbanna, A. 2019. "The Sociotechnical Axis of Cohesion for the Is Discipline: Its Historical Legacy and Its Continued Relevance," Mis Quarterly (43:3), pp. 695-720.

Strich, F., Mayer, A.-S., and Fiedler, M. 2021. "What Do I Do in a World of Artificial Intelligence? Investigating the Impact of Substitutive Decision-Making Ai Systems on Employees’ Professional Role Identity," Journal of the Association for Information Systems (22:2), p. 9.

 

[1] https://www.bitkom.org/sites/default/files/2018-12/181204_LF_Periodensystem_online_0.pdf

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Um mit dem Auto vom Campus Nord zum Campus Süd zu gelangen, besteht die Ver­bin­dung über den Vogelpothsweg / die Baroper Straße. Wir empfehlen Ihnen, Ihr Auto auf einem der Parkplätze des Campus Nord abzustellen und die H-Bahn (hängende Einschienenbahn) zu nutzen, die die beiden Stand­or­te bequem verbindet.

Direkt unter dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark.

Straßennavigation von und zur Technischen Universität Dortmund:

OpenStreetMap Routing Machine

Das Dokument bzw. die Grafik stellen sehr vereinfacht die Autobahnen und Bundesstraßen rund um die Technische Universität Dort­mund dar:

Umgebungskarte (PDF)

Umgebungskarte (Grafik)

Die Onlinekarte unterstützt beim Auffinden von und Navigieren zwischen Einrichtungen und Gebäuden auf dem Campus:

Interaktive Campuskarte

Dieses Dokument enthält einen einfachen Campusplan in deutsch und englisch:

Campusplan (PDF)