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For­schungs­pro­jekte

Echtzeitanalyse und Crowdsourcing für eine selbstorganisierte Stadtlogistik

(an der TU München durch­ge­führt)

Logo ExCELL

Kontext

Mobilitätsdienstleistungen wie Carsharing oder Routing sind für Endnutzer und große Un­ter­neh­men weit verbreitet. Von mobilen An­wen­dungen für intermodale Reisen bis hin zu Carsharing-Kon­zep­ten für Un­ter­neh­men gibt es eine große Angebotsvielfalt. Diese sind jedoch oft nicht für kleine und mittlere Un­ter­neh­men (KMU) geeignet.

Oft erfüllen die Dienste für Endnutzer nicht die An­for­der­ungen der Un­ter­neh­men an die Zuverlässigkeit oder kön­nen nicht in die Geschäftsprozesse integriert wer­den. Zusätzlich erfordern Dienstleistungen für Großunternehmen Skaleneffekte, die in KMU aufgrund ihrer Größe nicht realisiert wer­den kön­nen.

Projektziel 

Ziel des Projekts ist die Ent­wick­lung einer Plattform, die integrierte Mobilitätsdienstleistungen für KMUs ermöglicht. Basierend auf Standort-, Verkehrs- und Betriebsdaten sorgt ein Crowdsourcing-Ansatz für dezentrale, flexible und aktuelle Mobilitätsdienstleistungen. Mit Hilfe dieser Dienste kön­nen KMU ih­re innerstädtischen Logistikprozesse verbessern.

Umsetzung

Um das Projektziel zu erreichen, wird eine Plattform ent­wi­ckelt, die Daten von ver­schie­de­nen Pro­jekt­part­nern integriert, skalierbare Data-Mining-Methoden zur Verarbeitung der Daten anwendet und die verarbeiteten Daten für mobile An­wen­dungen zur Ver­fü­gung stellt. Zusätzlich zeigen mehrere beispielhafte mobile An­wen­dungen, wie KMUs ih­re Logistik mit­hil­fe der auf der Plattform gehosteten Daten verbessern kön­nen. Die Plattform und die mobilen Dienste wer­den in ei­nem Feldtest in der Stadt Dresden eingesetzt.

Das Projekt wird in drei aufeinanderfolgenden Iterationen durch­ge­führt, wobei jede von ihnen die Projektergebnisse verfeinert und ver­bessert. Die erste Iteration führt zu einer ersten einsatzfähigen Version der Crowdsourcing-Plattform und der beispielhaften mobilen An­wen­dungen. In der zweiten und dritten Implementierung wird die Plattform ver­bessert, wobei das Feedback aus den Feldtests integriert wird. Jede Iteration umfasst drei Phasen: Kon­zept-, Entwicklungs- und Evaluierungsphase. Während des gesamten Projekts stellt eine kontinuierliche Kommunikationsphase sicher, dass alle relevanten Interessenvertreter über die realisierten Projektergebnisse informiert wer­den.

Arbeitspakete

  • Identifizierung der Bedürfnisse der Benutzer und Ent­wick­lung von Szenarien
  • Konzeptentwicklung für eine Crowdsourcing-Plattform, die eine selbstorganisierte Stadtlogistik ermöglicht
  • Skalierbares Data Mining und Datenmanagement auf der Crowdsourcing-Plattform
  • Aufbau und Ver­wal­tung einer Community auf der Crowdsourcing-Plattform
  • Ent­wick­lung und Bereitstellung von mobilen An­wen­dungen
  • Feldtests zur Bewertung des Konzepts und der Plattform
  • Projektmanagement, Über­tra­gung und Konsolidierung

Nut­zen

Das Projekt zeigt, wie heterogene Datenquellen aggregiert und auf einer Plattform integriert wer­den kön­nen, um datengesteuerte Dienste zu ermöglichen – es wandelt Big Data in Smart Data um.

Die Ar­chi­tek­tur der Plattform mit ihren Benutzeroberflächen und Governance-Mechanismen ist eine Erleichterung für integrierte Dienstleistungsanbieter, Geschäftskunden, Endnutzer und die öffentliche Ver­wal­tung. Das gesamte Ökosystem kann von den Daten, die auf der Plattform gehostet wer­den, profitieren und kontinuierlich mehr Daten erzeugen. Die entwickelten Datenmanagementtechnologien sowie die Plattformarchitektur schaffen einen Wert, der über das Projekt ExCELL hinausgeht. Über ein Referenzmodell kann die Plattform in anderen Städten oder Regionen eingesetzt und an andere datengesteuerte Kontexte als die Mo­bi­li­tät angepasst wer­den.

Projektergebnisse

Die Er­geb­nisse des Projekts sind als Sammelband er­schie­nen: "Management digitaler Plattformen"

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Um mit dem Auto vom Campus Nord zum Campus Süd zu gelangen, besteht die Ver­bin­dung über den Vo­gel­pothsweg / die Baroper Straße. Wir empfehlen Ihnen, Ihr Auto auf ei­nem der Parkplätze des Campus Nord abzustellen und die H-Bahn (hängende Einschienenbahn) zu nut­zen, die die beiden Stand­or­te bequem verbindet.

Direkt unter dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark.

Straßennavigation von und zur Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund:

OpenStreetMap Routing Machine

Das Dokument bzw. die Grafik stellen sehr vereinfacht die Autobahnen und Bundesstraßen rund um die Technische Uni­ver­si­tät Dort­mund dar:

Umgebungskarte (PDF)

Umgebungskarte (Grafik)

Die Onlinekarte un­ter­stützt beim Auffinden von und Navigieren zwischen Ein­rich­tun­gen und Gebäuden auf dem Campus:

Interaktive Campuskarte

Dieses Dokument enthält einen einfachen Campus­plan in deutsch und englisch:

Campus­plan (PDF)