Veröffentlichung einer Studie zu Vertrauens-Reparaturstrategien nach Datenschutzverletzungen in Smart-Home-Systemen

Der Artikel „Selecting trust repair strategies: The case of privacy breaches in smart service systems” wurde in der Fachzeitschrift Electronic Markets – The International Journal on Networked Business veröffentlicht.
Autoren: Björn Konopka, Kay Hönemann, Jason B. Thatcher (University of Colorado Boulder), Ning Yang (Loyola University Chicago) und Manuel Wiesche.
Die Studie untersucht, welche Strategien das Vertrauen von Kundinnen und Kunden nach Datenschutzverletzungen in Smart-Service-Systemen am wirksamsten repariert. Im Mittelpunkt steht der Kontext Smart Home, in dem Datenschutzverletzungen besonders relevant sind, weil sie nicht nur digitale Daten, sondern auch das physische Wohnumfeld der Nutzenden betreffen können. Grundlage der Untersuchung ist ein szenariobasiertes Experiment mit 77 erfahrenen Smart-Home-Nutzenden zu verschiedenen Reaktionsstrategien von Unternehmen. Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem regulatorische Maßnahmen das Vertrauen deutlich stärken und dass Kombinationen aus kommunikativen und substanziellen Maßnahmen häufig besonders wirksam sind. Zugleich wird deutlich, dass integritätsbasierte Verstöße, etwa die unbefugte Nutzung von Kundendaten durch das Unternehmen selbst, deutlich schwerer zu reparieren sind als kompetenzbasierte Datenschutzverletzungen.

