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Fakultät Wirtschaftswissenschaften

Veröffentlichung einer Studie zu Vertrauens-Reparaturstrategien nach Datenschutzverletzungen in Smart-Home-Systemen

Die Illustration zeigt ein abstraktes Konzept zur Vernetzung im Smart Home. Auf einem einfachen weißen Regal, das an einer hellgrauen Wand angebracht ist, stehen von links nach rechts vier verschiedene Smart-Home-Geräte: eine leuchtende Glühbirne, eine weiße Überwachungskamera mit schwarzer Linse, ein quadratisches weißes Steuerungsmodul oder Thermostat mit der digitalen Anzeige „0.0“ und einem roten Knopf sowie ein zylinderförmiger, schwarzer Smart-Speaker. Direkt unterhalb des Regals schwebt zentral ein großes, rotes Warndreieck. In der Mitte dieses Dreiecks ist ein weißes Vorhängeschloss abgebildet, das vertikal in der Mitte durchgebrochen ist, was auf eine Sicherheitslücke hindeutet. Im unteren Bildbereich sind vier blaue Wolken-Symbole angeordnet, die für Cloud-Netzwerke stehen. Jede Wolke enthält ein dunkles, stilisiertes Haus-Icon. Ein Netzwerk aus Linien verbindet diese Elemente miteinander: Von den Geräten auf dem Regal führen durchgezogene blaue Linien mit runden Knotenpunkten nach unten zum Warndreieck. Von den Wolken unten führen gestrichelte blaue Linien ebenfalls zu diesem zentralen Dreieck. Eine Besonderheit zeigt sich auf der rechten Seite beim schwarzen Smart-Speaker: Die Verbindungslinien, die von diesem Gerät ausgehen, weisen teilweise rote statt blaue Knotenpunkte auf, was auf eine akute Bedrohung, einen Datenabfluss oder eine kompromittierte Verbindung bei diesem spezifischen Gerät aufmerksam macht. An den äußersten linken und rechten Bildrändern sind zudem Anschnitte von leeren, weißen Bilderrahmen zu erkennen. © Björn Konopka​/​TU Dortmund, KI-generiert mit ChatGPT
Illustration einer Vernetzung im Smart Home
Welche Strategien helfen Smart-Home-Anbietern, das Kundenvertrauen nach Datenschutzverletzungen wirksam wiederherzustellen?

Der Artikel „Selecting trust repair strategies: The case of privacy breaches in smart service systems” wurde in der Fachzeitschrift Electronic Markets – The International Journal on Networked Business veröffentlicht.

Autoren: Björn Konopka, Kay Hönemann, Jason B. Thatcher (University of Colorado Boulder), Ning Yang (Loyola University Chicago) und Manuel Wiesche. 

Die Studie untersucht, welche Strategien das Vertrauen von Kundinnen und Kunden nach Datenschutzverletzungen in Smart-Service-Systemen am wirksamsten repariert. Im Mittelpunkt steht der Kontext Smart Home, in dem Datenschutzverletzungen besonders relevant sind, weil sie nicht nur digitale Daten, sondern auch das physische Wohnumfeld der Nutzenden betreffen können. Grundlage der Untersuchung ist ein szenariobasiertes Experiment mit 77 erfahrenen Smart-Home-Nutzenden zu verschiedenen Reaktionsstrategien von Unternehmen. Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem regulatorische Maßnahmen das Vertrauen deutlich stärken und dass Kombinationen aus kommunikativen und substanziellen Maßnahmen häufig besonders wirksam sind. Zugleich wird deutlich, dass integritätsbasierte Verstöße, etwa die unbefugte Nutzung von Kundendaten durch das Unternehmen selbst, deutlich schwerer zu reparieren sind als kompetenzbasierte Datenschutzverletzungen.