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MASTERARBEIT

Die Rolle von Zusammenarbeit für Arbeitnehmer in der Gig-Economy

In den letzten Jahren hat die Gig-Ökonomie die Art und Weise, wie Menschen arbeiten, verändert und ist zunehmend Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen (Jabagi et al. 2019). Traditionelle Formen der Arbeit werden zunehmend durch kleinere Aufgaben - sogenannte Gigs - ergänzt, die über digitale Plattformen vermittelt und koordiniert werden (Ashford et al. 2018). Mehr als ein Fünftel der US-amerikanischen Arbeitskräfte arbeitet unabhängig und außerhalb von Organisationen in der Gig Economy. Dieser zusätzliche, schnell wachsende Arbeitsmarkt hat viele Vorteile, wie z.B. Arbeitsautonomie sowie berufliche und zeitliche Flexibilität (Gol et al. 2018). Allerdings gibt es auch Risiken und Herausforderungen, wie hohe Eigenverantwortung, finanzielle Instabilität und soziale Isolation aufgrund der fehlenden Unterstützung durch eine feste Organisation.

Ein spezielles Merkmal der Gig-Arbeit ist, dass sie in den meisten Fällen allein ausgeübt wird. Die Beschäftigten sind räumlich von anderen Gigworkern und Kunden getrennt. Dies führt dazu, dass sich die Beschäftigten einsam fühlen. Es fehlt ihnen an Beziehungen zu Arbeitskollegen, mit denen sie Ideen austauschen können, und an Unterstützung. Sie fühlen eine relationale Leere (Ashford et al. 2018). Außerdem erleben Arbeitnehmer ohne organisatorische oder berufliche Zugehörigkeit starke emotionale Spannungen (Petriglieri et al. 2019). Selbst in traditionellen Organisationen sind die Beschäftigten oft geografisch voneinander getrennt, teilen dabei aber oft einen Standort mit zumindest einigen Arbeitskollegen. Daher ist soziale Unterstützung für Gigworker, denen traditionelle Arbeitskollegen und physischer Kundenkontakt fehlen, besonders wichtig.

Soziale Unterstützung kann dabei durch den Zusammenschluss mehrerer Gigworker auf der Plattform (z. B. in Form von kollaborativen Communities). Wie genau die Zusammenarbeit von Gigworkern auf der digitalen Arbeitsplattform gestaltet ist und wie Kollaboration funktionieren kann, ist jedoch bisher wenig erforscht. Diese Abschlussarbeit zielt daher darauf ab, die Teamstrukturen von Beschäftigten in der Gig Economy zu untersuchen.

Beispielhafte Fragestellungen

  • Wie können Beschäftigte in der Gig Economy Teams oder eine Community bilden und welche Charakteristika besitzen diese Zusammenschlüsse?
  • Wie kann Teamarbeit auf digitalen Arbeitsplattformen gestaltet werden?
  • Welchen Einfluss haben solche sozialen Strukturen auf den beruflichen Erfolg von Gigworkern?

Für die Arbeit können bspw. folgende Forschungsmethoden genutzt werden:

  • Primärdatenerhebung (bspw. Interviews, Umfragen, Delphi-Erhebung)
  • Analyse von Sekundärdaten bzw. öffentlich verfügbarer Daten (z.B. Netzwerkanalyse)

Anforderungen

Diese Themenstellung richtet sich an Stu­die­ren­de der Wirtschafts­wissen­schaften oder verwandten Fächern, wie bei­spiels­weise Wirt­schafts­in­ge­nieur­we­sen oder angewandter In­for­ma­tik, die folgende An­for­de­run­gen mitbringen:

  • In­te­res­se­ an aktueller For­schung zu digitalen Arbeitsplattformen und Kollaboration
  • Hoher Grad an Selbst­stän­dig­keit und Eigenverantwortung
  • Er­fah­run­gen mit wis­sen­schaft­li­chen Forschungsmethoden und analytische Fähigkeiten

Bewerbung

Wenn Sie sich für diese Themenstellung interessieren, schicken Sie bitte Ihre Bewerbungsunterlagen an abschlussarbeit.dt.wiwitu-dortmundde

Literatur

  • Ashford, S. J., Caza, B. B., and Reid, E. M. (2018). “From surviving to thriving in the gig economy: A research agenda for individuals in the new world of work” Research in Organizational Behavior (38), pp. 23-41 (doi: 10.1016/j.riob.2018.11.001).
  • Petriglieri, G., Ashford, S. J., and Wrzesniewski, A. (2018). “Thriving in the Gig Economy” Harvard Business Review, pp. 140-143.
  • Jabagi, N., Croteau, A.-M., Audebrand, L. K., and Marsan, J. (2019). “Gig-workers’ motivation: thinking beyond carrots and sticks” Journal of Managerial Psychology (34:4), pp. 192-213 (doi: 10.1108/JMP-06-2018-0255).
  • Gol, E. S., Stein, M.-K., and Avital, M. (2018). “Why Take the Risk?: Motivations of Highly Skilled Workers to Participate in Crowdworking Platforms” in Proceedings of the 39th International Conference on Information Systems 2018 (ICIS), Association for Information Systems. AIS Electronic Library (AISeL).

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Um mit dem Auto vom Campus Nord zum Campus Süd zu gelangen, besteht die Ver­bin­dung über den Vogelpothsweg / die Baroper Straße. Wir empfehlen Ihnen, Ihr Auto auf einem der Parkplätze des Campus Nord abzustellen und die H-Bahn (hängende Einschienenbahn) zu nutzen, die die beiden Stand­or­te bequem verbindet.

Direkt unter dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark.

Straßennavigation von und zur Technischen Universität Dortmund:

OpenStreetMap Routing Machine

Das Dokument bzw. die Grafik stellen sehr vereinfacht die Autobahnen und Bundesstraßen rund um die Technische Universität Dort­mund dar:

Umgebungskarte (PDF)

Umgebungskarte (Grafik)

Die Onlinekarte unterstützt beim Auffinden von und Navigieren zwischen Einrichtungen und Gebäuden auf dem Campus:

Interaktive Campuskarte

Dieses Dokument enthält einen einfachen Campusplan in deutsch und englisch:

Campusplan (PDF)